Lass dir den BUNTEN HUND nach Hause schicken!

Übersicht: alle
bestellbaren Hefte

Buchshop

Bestell dir ein Buch
bei Beltz
Vorschläge von uns

Mach mit!

Rechts siehst du das Erzählbild von Melanie Kemmler aus dem letzten Erzählwettbewerb. Die schönsten Geschichten kannst du jetzt hier nachlesen!

Und auch die schönsten Gedichte aus dem letzten
Gedichtwettbewerb haben wir zusammengestellt:
Lade sie als PDF-Datei herunter, klicke dafür hier (1,4 MB).

Die schönsten Geschichten aus dem Erzählwettbewerb:

Wir haben einen Laden aufgemacht
Liv (8) und Jasper (8) aus Köln
An einem heißen Sommertag waren wir zum Spielen in der blumigen Kitschstraße 45 verabredet. Plötzlich hörten wir einen so lauten Krach, dass wir auf den Balkon flitzten. Was war geschehen? Herr Maier aus dem 5. Stock ließ seinen Aktenkoffer fallen und Fräulein Ursula von gegenüber kreischte, ließ ihre Tasche fallen und rannte so schnell, das sie rosa, blumige Wolken hinter sich herzog. Jetzt sahen wir es auch – die rollenden, dicken Frauen zum Aufziehen kamen direkt aus der Spielzeugfabrik von Frau Mückenschuh. Sie kreischten laut: „Hilfe! Hilfe! Die blöde Mückenschuh kommt.“ „Hey, was können wir für euch tun?“, rief Jasper. Wir rannten sofort runter und sahen, dass schon drei rollende, dicke Frauen zum Aufziehen an uns vorbei waren. Der vierten schmissen wir uns in den Weg und wollten wissen, was los ist. Sie erzählte uns zitternd und heulend, dass Frau Mückenschuh mit einem Hammer durch die Fabrik rennt. Wir waren ganz erstaunt: „Will Frau Mückenschuh euch denn nicht mehr herstellen?“, fragten Liv und Jasper und hatten gleich eine super Idee. „Wir machen einen Laden auf, wo ihr alle rein kommen könnt.“ Unser Treffpunkt ist das Sonnenblumenfeld hinter dem Haus. Und wisst ihr, wie wir den Laden nennen?: r. d. F. z. A. Und jeder, der die Geschichte gelesen hat, weiß, was das heißt.

Land über den Wolken
Theresa (9) aus Hamm
Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass ihre Häuser über den Wolken noch weitergehen. Mein Bruder Lukas und ich wohnen in so einem Haus über den Wolken. Oft schauen wir vom Balkon aus auf die Wolken und die winzig kleinen Straßen darunter. Statt Karneval gibt es bei uns das große Sambasiilja-Fest. Zu dieser Zeit rollen Tom & Toni durchs Dorf. Das sind zwei lebendige Puppen auf Rädern, doppelt so groß wie ich. Lukas und ich schauen ihnen immer zu und auch Tim von nebenan kommt dann vorbei. Hinter unserem Haus ist ein großes Feld mit Sonnenblumen. Manchmal holen wir welche und stellen sie in eine Vase. Toni nascht fürchterlich gern Sonnenblumenkerne. Deshalb fehlen oft ein paar, wenn wir zum Feld gehen. Ist aber nicht weiter schlimm. Hier lässt es sich leben!

Die verwunschene Stadt
Lena (11) aus Ilmenau
Die Stadt Bullivakris ist keine normale Stadt. Dort leben nur gute Menschen. Die Kinder lassen ihre Spielsachen auf der Straße liegen und keiner nimmt sie mit nach Hause. Außerdem gibt es dort noch König und Königin. Sie sehen aus wie Stehaufmännchen. Doch wenn man genauer hinsieht, merkt man, dass sie eine Seele haben. Es gibt auch Diener, die fast genauso aussehen wie sie. Die haben nur ein anderes Muster. Wegen ihrer Fähigkeit zu fliegen, können sie überall in der Stadt hingelangen. Es sieht aus wie ein idyllisches Stadtleben. Doch der Schein trügt, denn ein Fluch liegt auf dem Königspaar. Ja, auf der gesamten Stadt. Die Königin muss den König fangen, damit sich die Tore zu Bullivakris öffnen. Dann könnte jeder ein- und ausgehen. Doch der König war Hochleistungssportler. Er versuchte, langsam zu sein, doch es gelang ihm nicht. Wenn er sich überanstrengte, kamen kleine, rosa Wölkchen aus ihm heraus. Die verschwanden dann nach zwei Minuten wieder. Sie durften nie anhalten, sonst würde das Tor nie wieder aufgehen. Außer mit dem Tor-Aufmach-Kraut. Doch das trägt der Jeti immer bei sich und keiner weiß, wo der wohnt

Die Robolinos
Martin (10) aus Zeitlarn
Die Robolinos waren sehr nützlich im Garten, auf Straßen und manchmal auch im Haushalt. Die Menschen waren sehr glücklich, seitdem es sie gab, denn die Roboter erledigten fast alle Arbeiten. Eines Tages bekam Robolino 7 einen Kurzschluss und tat immer genau das Gegenteil von dem, was er eigentlich machen sollte. Von Zeit zu Zeit überredete er sogar die anderen Robolinos, Unordnung zu schaffen. Als die Menschen der Siedlung Robos das erfuhren, wussten sie nicht, was zu tun sei. Sie überlegten: „Sollen wir sie einsperren?“ Oder: „Wir könnten doch die Stadt verlassen und umziehen.“ Ein anderer wiederum meinte: „Irgendwo müssen wir sie doch ausschalten können! Wir sollten Georg Edwanti fragen!“ Alle waren damit einverstanden, denn Mr. Edwanti war der Klügste in der Stadt. Den Schaltknopf fand er schnell. Er war unter der Mütze des Roboters. Mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf von Robolino 7 konnte er ausgeschaltet werden. Nun nahm man sich die anderen vor. Endlich waren alle ausgeschaltet. Dieser Triumph wurde mit einem riesigen Festmahl gefeiert und alle lebten danach friedlich weiter wie vor der Erfindung der Robolinos

Der seltsame Dieb
Karlotta (10) aus Lüneburg
Es war gerade Sommer, als Julia, Kevin und Max auf dem Balkon ihrer Wohnung spielten. Plötzlich sauste eine große Holzfigur an ihrem Balkon vorbei. Diese Figur war so groß wie die Kinder selbst, aber sie besaß einen dicken Bauch. Die Figur raste an einer alten Dame vorbei. Aber zur Verwunderung der drei entriss die Figur der Dame ihre Handtasche. Die Dame rief um Hilfe. Schnell eilten die Kinder zu ihr. „Wie kann es sein, dass eine so lieb aussehende Figur Handtaschen klaut?“, meinte Julia. Kevin sagte: „Wir bringen Ihre Handtasche zurück!“ Und so suchten sie die Figur in der ganzen Stadt. Schließlich fanden sie sie. Kevin reagierte blitzschnell und packte die Figur an den Schultern. Max zog an dem Kopf der Figur. Dieser fiel ab und im Inneren der Figur saß ein kleiner Zwerg. Der rief: „Vielen Dank, ihr habt mich erlöst. Ich bin der Zwerg Hilli Gilli und nun kann ich endlich wieder zurück in meine Heimat.“ Und weg war er. Die Kinder brachten der Dame ihre Handtasche. Jeder bekam einen 5-Euro-Schein. Davon kauften sie sich ein Eis und wünschten sich, dass sie öfter so ein Abenteuer erleben würden

Das Kesselrennen
Henrik (11) aus Hamburg
Heute findet auf dem Planeten Mirodin, auf dem die Kugelmenschen leben, ein Kesselrennen statt. Bei einem Kesselrennen fahren alle Teilnehmer einen Ford Kessel und die Zuschauer müssen Gegenstände auf die Straße werfen. Die Teilnehmer begeben sich gerade an den Start. Der Startschuss ertönt mit einem Knall. Der Moderator ruft ins Mikrofon: „Fridolin Hängebauch geht in Führung. Hans Rothaar ist ihm auf den Fersen. Adolf Green übernimmt die Führung und hängt alle anderen ab!“ Zehn Minuten später haben alle Teilnehmer die Hälfte des Rennens absolviert, ein paar Fahrer sind schon fast im Ziel. Der Moderator: „Fridolin Hängebauch ist fast im Ziel. Nur noch zehn Fahrer sind im Rennen, die restlichen Wagen sind Schrott. Da wird Fridolins Wagen von einem Koffer getroffen und sein Wagen ist futsch. Hans Rothaar übernimmt und fährt über die Ziellinie. Hans Rothaar ist Sieger!“

Der Tag der Wunder
Katharina (8) aus Ebringen
Julian, Joschi und Jule wohnten in einer kleinen Stadt. Eines Morgens wachte Joschi auf und merkte gleich, dass etwas anders war. Er ging auf den Balkon. Von dort aus sah man viel besser, was passierte: Komische Frauen rollten draußen herum. Er weckte Julian und Jule, die sofort auf den Balkon stürmten, um sich das anzugucken. Da rief Julian plötzlich: „Guckt mal, da kommen rosa Wölkchen aus dem Gully.“ „Und dort liegen sogar ein Koffer und ein Rucksack“, sagte Joschi. Als sie wieder reingingen, kamen sie auf dem Weg ins Kinderzimmer an einem Kalender vorbei und Jule sagte: „Ach, stimmt ja, heute ist ja der Tag der Wunder!“

Die Ninievus
Johanna (8) aus Winterbach
Auf dem bisher noch unbekannten Kontinent Nevun leben die Ninievus. Sie sehen alle gleich aus: Sie sind dick wie Stehaufmännchen und am Rücken haben sie ein kleines Rad, mit dem sie durch die Gehend rollen können. Eines Tages reisten sie zu den Menschen. Alle Kinder guckten aus den Häusern und riefen: „Was sind denn das für komische Wesen?“ Die Ninievus benahmen sich daneben. Sie machten alle Sachen, die ihnen in den Weg kamen, kaputt. Sie rollten in die Häuser und durch die Wohnungen. Jonas nahmen sie den Rucksack mit seinen schönen Spielsachen weg und warfen ihn auf die Straße. Herr Beutelsmann ließ, als er das sah, seinen Koffer und sein Handy fallen und rannte so schnell er konnte in den nächstgelegenen Laden. Alle Eltern und Kinder riefen: „Bringt die Ninievus weg!“ Die Polizei jagte sie. Aber immer, wenn sie einen Ninievu hatten, rollte er einfach wieder weg. Eines Tages hatte die Polizei eine tolle Idee. Sie schraubte allen Ninievus das Rad ab. Nun konnten sie nicht mehr wegrollen. Die Polizei sagte den Ninievus, dass alle Menschen Angst vor ihnen haben. Da zeigten die Ninievus den Polizisten freiwillig ihre Heimat, denn sie sahen wohl ein, dass sie gehen mussten. Aber die Polizisten verraten bis heute nicht, wohin die Ninievus sie gebracht haben

Der Mann aus dem Ei
Lea (9) aus Wehringen
Es waren einmal drei Kinder, die auf dem Dachboden ein merkwürdiges Ei fanden. Sie legten es auf ihr Bett. Als sie am nächsten Morgen nach dem Ei sehen wollten, lag da auf dem Bett eine komische Gestalt. Sie sah aus wie ein Ei, hatte aber einen rundlichen Kopf mit einer Mütze und ein Rad, das ganz schrecklich quietschte. Zusammen sah das Ganze ein bisschen kitschig aus. Die Kinder rannten zur Mutter und erzählten ihr aufgeregt, was passiert war, aber sie glaubte ihnen nicht. Als sie zurückkamen, war der Mann verschwunden. Sie waren sehr enttäuscht, denn der seltsame Mann hatte etwas sehr freundliches. Als sie schon glaubten, den Mann nie wieder zu sehen, hörten sie einen Schrei, der eindeutig von der Nachbarin kam. Sie rannten auf den Balkon und sahen den Mann. Die Straße aber war wie leer gefegt. Jeder hatte seine Sachen fallen lassen aus Angst. Der Mann, der plötzlich überall war, rief: „Ihr habt mich erlöst! Ich war in diesem Ei gefangen und jetzt bin ich wieder frei. Ich werde euch nie vergessen.“

Schneller als der Schatten
Rosanna (9) aus Frankfurt am Main
Wie jeden Morgen rast der Einrad-Eiermann mit seinem Schatten um die Wette. Immer wieder sind Leute nicht vorgewarnt. Gerade erst haben ein Mann und eine Frau ihre Sachen auf die Straße geworfen und sind schreiend geflohen. Der Mann ist in der Kanalisation verschwunden und hat sich erst mal eine Beruhigungszigarre angezündet. Es qualmt aus dem Gully. Max, André und Paula schauen vom Balkon aus zu. Das machen sie immer, wenn der Einrad-Eiermann vorbeikommt. „Da“, ruft Paula, „er kommt wieder“. Doch dann ist er auch schon wieder weg. „Schade, dass man ihn nie richtig sieht.“ Jetzt rast der Einrad-Eiermann schon am Sonnenblumenfeld vorbei. Die gelben Blütenblätter fliegen herum. Genauso wie die Einkaufstasche der geflüchteten Frau und die Aktentasche des Mannes, der unterm Gullydeckel sitzt und immer noch raucht. Die Frau steht zu Hause in ihrer Küche und fragt sich: „Was soll ich jetzt kochen ohne mein Gemüse?“ Und so rast der Einrad-Eiermann auch heute noch viele, viele Runden mit seinem Schatten um die Wette und verbreitet Angst und Schrecken. Nur die Kinder finden ihn stark.

Bild: Melanie Kemmler